Newsletter November 2020


Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
Um Ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie es in Kenia vorangeht, halten wir Sie regelmäßig durch diese Newsletter auf dem Laufenden. Doch diesmal haben wir eine Neuheit für Sie: Im Folgenden lesen Sie Berichte von unseren Mitarbeitenden aus verschiedensten Bereichen, die Ihnen erzählen wollen, wie die Pandemie, die Kenia schon seit Monaten lahmlegt, das Arbeits- und Privatleben der Menschen beeinflusst.
Damit Sie alle, ungeachtet Ihrer Englischkenntnisse, die Berichte lesen können, findet sich unter jedem Beitrag in dunkelroter Schrift eine deutsche Übersetzung. Und nun viel Freude beim Lesen!

James Riziki Katana, ein junger Mitarbeiter und ehemals in seiner Universitäts-Ausbildung durch Asante e.V. gefördert, gibt Ihnen einen statistischen Einblick in die Lebensmittelhilfe unseres Verein, ergänzt dies aber auch durch seine persönlichen Empfindungen.

Who now depends on food help

As COVID-19 continues to unfold, its impact has been severely felt across the vulnerable families of Tiwi. As the national lockdown was instituted in Kenya, closing all schools, businesses and non-essential services abruptly, this affected many of the families since they lost their jobs and sources of income.
We immediately started providing food assistance to our sponsored pupils from Kindergarten, Primary, Secondaries, Colleges and Universities. After an interval of four weeks, dry food commodities and vegetables are provided to the families at Kristina Academy. The exercise is conducted and organized by the Asante staff members who assist in measuring, packaging and distributing the food in portions to each family.
544 families of our sponsored pupils benefit from the programme since it started in April 2020, these are households who were living from hand to mouth who have no means of putting food on the table during the pandemic. So far, they have all received the assistance in seven rounds where 3,808 food portions have been handed out to these families.
Included in the programme is a special group which comprises of needy neighbours who live amongst our sponsored pupils in the community, mothers with kids who have cerebral palsy and needy young mothers who have delivered during the pandemic. In this group, 573 people have benefitted from the food assistance handed out by Asante Tiwi Charitable Trust. These are people who are living under terrible family conditions and the situation has gotten worse during the pandemic, they have extreme difficulties in sourcing for daily meals and have lost hope in life.
Through these tough times and chaos, the programme has been a beacon of hope to many families in Tiwi. It has put smiles to so many faces and the people are really grateful for the assistance that keeps them going from day to day in their lives.

Wer jetzt auf Nahrungsmitteluntertützung angewiesen ist

Während COVID-19 sich weiterhin ausbreitet, haben die verletzlichen Familien Tiwis seine Auswirkung heftig zu spüren bekommen. Als der Lockdown in Kenia begann und die Schulen, Geschäfte, aber auch die nicht unbedingt lebenswichtigen Dienstleistungen geschlossen wurden, hat dies viele Familien getroffen, weil sie ihre Jobs und Einkommensquellen verloren haben.
Wir haben sofort damit begonnen, Lebensmittelhilfe an unsere Patenkinder aus dem Kindergarten, der Grundschulen, Gymnasien, Berufsfachschulen und Universitäten zu geben. In Intervallen von vier Wochen werden haltbare Ware und Gemüse in der Kristina Academy an die Familien ausgegeben. Dies wird von Asante Personal geplant und durchgeführt, die beim Abwiegen, Packen und Verteilen der Lebensmittel an jede Familie helfen.
544 Familien unserer geförderten Kinder sind durch dieses Programm begünstigt, seit es im April 2020 begann. Dies sind Haushalte, in denen die Menschen von der Hand in den Mund leben und während der Pandemie keine Mittel haben, um Essen auf den Tisch zu bringen. Bislang haben sie in 7 Ausgaberunden Hilfe erhalten, in denen 3.808 Lebensmittelrationen an sie ausgehändigt wurden.
Ins Programm eingeschlossen ist auch eine Gruppe bedürftiger Menschen, die inmitten unserer Patenkinder in der Nachbarschaft leben: Mütter mit Kindern einer Klinik für Cerebral Palsy und bedürftige junge Mütter, die während der Pandemie entbunden haben. In dieser Gruppe haben 537 Menschen von der Lebensmittelhilfe durch Asante e.V. profitiert. Dies sind Menschen, die in schlimmen familiären Umständen leben, und die Situation hat sich durch die Pandemie noch verschlimmert. Sie haben extreme Schwierigkeiten, tägliches Essen zu organisieren, und sie haben die Hoffnung im Leben verloren.
Das Lebensmittelprogramm ist in diesen harten Zeiten und dem Chaos zu einem Leuchtfeuer für so viele Familien in Tiwi geworden. Es hat das Lächeln auf so viele Gesichter zurückgeholt, und die Menschen sind wirklich dankbar für die Hilfe, die sie jeden Tag ihres Lebens weitergehen lässt.


Margaret Karani ist in Kenia unter anderem dafür zuständig, kranke Kinder, Mütter oder Angehörige der Kinder zu betreuen und die Hilfe für sie zu koordinieren. Sie berichtet über den aktuellen Zustand der Mütter:

How mothers and families are affected

Coranavirus Pandemic has greatly affected Tiwi community leaving especially mothers who are mainly the backbone of the families in critical conditions due to sicknesses caused by poverty and starvation.
Mothers being sick is a blow to families since most of the mothers are widows and single mothers who take care of their children from low wage jobs e.g washing clothes for people to be paid 100/. Since beginning of the pandemic no such jobs are available, meaning there is nothing to put on the table due to poverty, and thus hunger weakens them resulting to sickness.
They go for free government hospital but still the medicine they get cannot work without eating. Thus their condition worsens everyday and they await in great expectations for food donations offered by Asante to reach them to have their meal.
Same goes to our Angels mothers who are home now and without any payment. We got reports from the supervisors of the sick mothers and their condition was worsening day by day especially the HIV infected women who needed proper nutrition to survive, and we had to act. They can’t pay their rent, they cannot pay any medicine, they wait for Asante for support since they depended fully on the project to survive. The situation is critical for the sick in Tiwi and seeks Asante for the support.

Wie Mütter und Familien betroffen sind

Die Coronavirus Pandemie hat die Bevölkerung von Tiwi massiv getroffen, indem sie besonders Mütter, die das Rückgrat der Familien sind, in kritischem Zustand durch Krankheit zurücklässt, der durch Armut und Verhungern verursacht wird.
Wenn Mütter krank sind, ist es für die Familien ein Schlag, weil die meisten der Mütter Witwen und Alleinerziehende sind. Sie kümmern sich um ihre Kinder mit dem Gehalt von Geringverdienern, z.B. dem Wäschewaschen für Leute, wofür sie 100 Schillinge bekommen (Anm: ca. 1€). Seit dem Beginn der Pandemie gibt es solche Jobs nicht mehr, was bedeutet, dass es armutbedingt nichts mehr auf dem Tisch gibt, und so schwächt der Hunger sie bis zum Krankwerden.
Sie gehen zur kostenfreien Behandlung ins Krankenhaus, aber die Medizin, die sie bekommen, benötigt Essen. So verschlechtert sich ihre Situation täglich und sie warten auf die Aussicht auf baldige Lebensmittelhilfe, die von Asante gegeben wird, um ihre Mahlzeit zu bekommen.
Das gleiche gilt für unsere Häkelfrauen, die aktuell zuhause und ohne Einkommen sind. Wir haben von unseren Vorarbeiterinnen Berichte über die kranken Mütter erhalten. Der Zustand besonders der HIV infizierten Frauen, die zum Überleben auf angemessene Ernährung angewiesen sind, verschlechtert sich täglich, und wir mussten reagieren. Sie können ohne Einkommen ihre Miete nicht bezahlen, sie können ihre Medikamente nicht bezahlen, und sie benötigen Unterstützung von Asante, da sie vollständig auf das Projekt angewiesen sind um zu Überleben. Die Situation für die Kranken in Tiwi ist kritisch und sie brauchen Asante als Rückhalt.


Fredrick Munyobi – vielen unserer Besucher bekannt als Fred – hat unter anderem die Security unter sich. Er berichtet, was Covid an Veränderungen in diesem Bereich brachte:

Department of Security

The outbreak Covid-19 rendered many people jobless. The security of our two schools was beefed up because of high rate of criminality. We had food stuff within the school which had to be distributed by sponsors from Germany and school properties which reminded a prey to intruders, hence deployment of five security men from Private firm (Urban Tech) and five from the local village, a total often security persons for day and night Virgil for both little Kristina and Kristina Academy. This has been an extra cost which was never anticipated nevertheless we believe in quality security to eliminate or mitigate any hazards.

Abteilung Sicherheit

Der Ausbruch von Covid-19 hinterließ viele Menschen ohne Arbeit. Die Überwachung unserer zwei Schulen (Anm: Schulgrundstück und Kindergartengrundstück) wurde wegen der steigenden Kriminalitätsrate aufgestockt. Wir lagern Lebensmittel im Grundstück, die von deutschen Spendern kommen und verteilt werden sollen, und wir haben Schulausstattung die Beute für Eindringlinge sein könnte. Insofern war es nötig, fünf Securitymänner einer privaten Firma (Urban Tech) und fünf Männer aus dem Dorf anzustellen, insgesamt 10 Securityleute für den Tag und die Nacht in der Kristina Academy und dem Kindergarten „Little Kristinas“. Dies sind Extrakosten, die nie vorherzusehen waren, wobei wir in qualitative Sicherheit vertrauen, um jegliche Gefahrenmomente zu beseitigen oder zu entschärfen.


Sylvia Masia ist die Rektorin unserer vereinseigenen Schule “Kristina Academy”. Sie berichtet über die Auswirkungen und Herausforderungen, die die Veränderungen durch Corona mit sich bringen:

Effects of Corona on education

After 7 months of school closure, schools were reopened in phases starting with grade 4, grade 8 and form 4. To attain the 1.5m distance required by the government, we had to split grade 8 into 4 streams. Grade 4 is now having lessons in 3 classrooms. The effect of this is that we shall need:
1. More teachers
2. More text books
3. More learning material
4. More digital gadgets (tablets and computers)

Before the pandemic, we have purchased 12 tablets to be used by grade 1, 2, 3, and 4 (167 pupils). Besides not being enough before Corona, the rule of ‘social distance’ and ‘not sharing learning materials’ makes it even a bigger challenge to use only the 12 tablets for all those learners.
In addition, both our parents and pupils were affected in many ways by the pandemic: economically, academically, psychologically, socially etc. As teachers we try to reach out to the children to support them. In this case we have to source educative materials so as to bring them up. Some cannot even afford masks.
For the grade 8 candidates we shall require to have the learners in boarding. This also helps to rescue them from the situation in most of their homes where parents for months now only depend on the food donated by Asante.
Many schools shut down because of bankruptcy forcing many parents to come to us to seek for vacancies but sadly, because of lack of space we were not able to take them in although we would love to, since most of them are very needy.
It is our hope that one day things will go back to normal.

Die Auswirkungen von Corona auf unsere Schülerinnen und Schüler

7 Monate nach Schließung der Schulen wurden diese phasenweise mit den Klassen 4,8 und Form 4 (Abschlussklasse des Gymnasiums) wiedergeöffnet. Um den vorgeschriebenen Abstand von 1,5 m einhalten zu können, mussten wir die 8. Klasse in 4 Klassen aufteilen. Die 4. Jahrgangsstufe wird nun in 3 Klassenräumen unterrichtet.
Wir benötigen deshalb (ab Januar 2021, wenn Vollunterricht beginnen wird):

1. Mehr Lehrer
2. Mehr Schulbücher
3. Mehr Lernmaterial
4. Mehr digitale Medien (Tablets und Computer)

Wir haben vor der Pandemie 12 Tablets angeschafft, die sonst in den Klassen 1,2,3 und 4 benutzt werden (167 Schüler). Dies war schon vor Corona zu wenig, doch mit den Abstandsregeln und der Vorgabe, kein Lernmaterial teilen zu dürfen, haben wir eine schwer lösbare Aufgabe, die 12 Tablets gut aufzuteilen.
Die Pandemie beeinträchtigte Eltern und Kinder in vielerlei Hinsicht: finanziell, akademisch, psychisch, sozial etc. Als Lehrkräfte versuchen wir, die Kinder zu erreichen und so zu unterstützen, dass sie dem Unterricht wieder gewachsen sind.  Manche von ihnen können sich nicht einmal Masken leisten.
Für die AbschlussschülerInnen der 8. Klassen müssen wir das Internat öffnen.  Es bewahrt die Kinder auch vor der hoffnungslosen Situation in den meisten ihrer Elternhäuser, wo die Eltern seit Monaten ausschließlich von der Lebensmittelhilfe abhängen, die Asante ihnen gibt.
Viele Schulen entlang der Küste gingen bankrott und mussten schließen, was viele Eltern dazu veranlasst, bei uns nach einem Platz für ihre Kinder anzufragen. Aus Platzmangel können wir sie nicht aufnehmen, obwohl wir das gerne machen würden, da viele von ihnen sehr bedürftig sind.
Unsere Hoffnung ist, dass bald Normalität einkehrt.


Charles Kisala – auch er durch eine Patenschaft in seiner Universitätsausbildung unterstützt – ist einer der beiden Mitarbeiter, die für die Betreuung unserer jungen Menschen an Gymnasien, Colleges und Universitäten zuständig ist. Er berichtet über die Rückkehr in die Einrichtungen:

The Form Four Re-opening

The Re-opening of schools was a big news in Kenya. The children were sent into a frenzy, excited about going back to school whereas their parents and guardians were in a state of shock and panic. Where will they get the money to cater for the back-to-school requirement? After being jobless with no earning as from April. The schools opening meant that students had to go back to school with extra requirements such as 1 litre of sanitizer, many pairs of face masks, new buckets and many more. Apart from that the cost of transportation has doubled; each passenger in a bus right now occupies two seats in respect to the social distance. This greatly increased the cost of Fare to sometimes far located secondary schools, universities, and ASANTE had to care for all.
The form 4 candidates are now back to school,  while the remaining classes  have already been informed to be prepared for re-opening of schools any time.

Colleges and UniversitiesThe colleges and universities have started to open gradually. Some of the institutions have opted to continue with online teaching while still monitoring the situation. Others have already set a date for re-opening.

Die Wiederöffnung der gymnasialen Abschlussklasse

Die Wiedereröffnung der Schulen war eine große Nachricht in Kenia. Die Kinder waren fast extatisch, wieder in die Schulen zurück zu dürfen, während ihre Eltern und Pflegeeltern panisch erstarrten. Woher soll das Geld kommen für all die angeforderte Ausstattung? Und dies, wo sie seit April arbeitslos und ohne jegliche Einkünfte waren? Wiedereröffnung hieß, dass die Kinder mit zusätzlicher Ausrüstung in die Schulen zurück sollten, wie z.B. 1 Liter Desinfektionsmittel, Mengen von Masken, neue Eimer und vieles mehr. Außerdem hatten sich die Fahrtkosten verdoppelt, nachdem aktuell jeder Fahrgast aufgrund des Abstands zwei Plätze im Bus besetzt. Dies trieb die Fahrtkosten in die teils weit entfernten Schulen und Universitäten massiv in die Höhe, und ASANTE hatte für alles aufzukommen.
Die Abschlussschülerinnen und -schüler der Gymnasien sind nun zurück an ihren Schulen, während die verbleibenden Jahrgänge bereits informiert wurden, sich für die Wiedereröffhung zu jeder Zeit vorzubereiten.

Colleges und Universitäten
Die Colleges und Universitäten haben schrittweise begonnen, sich zu öffnen. Manche Einrichtungen haben sich für weiteren Online-Unterricht entschieden, während sie die Situation weiter beobachten wollen. Andere haben bereits ein Datum zur Wiedereröffnung gesetzt.


Einen ganz anderen Aspekt der veränderten Arbeit unseres Vereins in Kenia zeigt die Perspektive unseres Buchhalters in Kenia. Er muss zur Bezahlung der Lebensmittelhilfe und auch der Menschen, die zur Lebensmittelhilfe aus verschiedensten Gründen noch Bargeld bekommen (z.B. Medikamente), große Mengen an Bargeld transportieren, verwahren oder auszahlen. Wir möchten Ihnen auch diesen Aspekt nicht vorenthalten, zeigt er doch, welche enorme Verantwortung auf unseren Mitarbeitern liegt, die inmitten von Armut und Verzweiflung ihre Arbeit tun.

How the pandemic changed even accounting

The COVID-19 pandemic has changed my working for Asante e.V: in that it has introduced the aspect of fear more so to me as an accountant there is a great fear of handling finances/cash. The level of criminality has been on the raise leaving me with the fear of being a victim since I am the Accountant handling the money. All around everyone thinks that I have the money. When I leave my house in the morning am never sure if in the evening I will still get back home safe. The fear of the increasing criminality levels has made me to adopt several precautionary measure; to be always alert, careful, watchful and always to be  in the company of my fellow staff members. I cannot anymore walk around on my own, i have to be escorted every time and everywhere.
The persons who come to ask for assistance are so many and so much in need and despair, one employee cannot handle their cases alone, I have regularly to call my fellow workers to have meetings to settle this or that problem/complication. So as a team we work to manage to handle the situation.
The number of families who are in need and request for assistance from the organization are largely increasing, thus the volumes of money being paid out is increasing overtime. Given that the effects of the joblessness after beginning of the pandemic are so heavily being felt around I deeply fear that the organization may not manage to support the increasing numbers of needy persons and that at some point the bank accounts may be down or empty.

Wie die Pandemie selbst die Buchhaltung verändert hat

Die COVID-19 Pandemie hat meine Arbeit für Asante e.V. verändert: insofern, als es den Aspekt von Angst bei mir als Buchhalter eingeführt hat, eine große Angst, Finanzen/Geld zu handhaben. Die Kriminalitätsrate steigt, und damit auch meine Sorge, zum Opfer zu warden, weil ich als Buchhalter das Geld händle. Die Menschen denken, ich habe das Geld. Wenn ich mein Haus morgens verlasse, weiß ich nicht, ob ich abend sicher wieder zurückkehre. Die Angst vor der steigenden Kriminalität hat mich dazu veranlasst, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, immer wachsam, vorsichtig und aufmerksam und immer in Begleitung der anderen Mitglieder des Asantepersonals zu sein. Ich kann nicht mehr alleine herumlaufen, ich muss immer und überall begleitet werden.
Es gibt so viele Menschen, die voll Hoffnung und Verzweiflung kommen und um Hilfe bitten, dass ein Angestellter die Anliegen nicht alleine bearbeiten kann, und so muss ich oft die Mitarbeitenden rufen, so dass wir in Besprechungen dieses oder jene Problem/Komplikation regeln. Daher arbeiten wir als Team, um die Situation zu händeln.
Die Anzahl der Familien, die in Not sind und um Hilfe von Asante bitten wächst in großem Maß, daher wächst die Menge des Geldes, die ausbezahlt warden muss, kontinuierlich. Angesichts der Tatsache, dass die Auswirkungen durch die kollektive Arbeitslosigkeit seit Beginn der Pandemie so massiv zu spüren sind, fürchte ich, dass Asante irgendwann nicht in der Lage sein könnte, die wachsende Zahl der Hilfeempfänger zu unterstützen, und dass irgendwann die Konten leer werden oder leer sein könnten.


Anthony Kaplanga ist neben vielen anderen Aufgaben dafür zuständig, unsere Aktivitäten in Kenia zu fotodokumentieren. Er fasst die Veränderungen, die er bei seiner Arbeit sieht, in Worte:

Looking through the camera lens

Repressively held back by lack and poverty, not having the money to buy even a pair of shorts and a shirt, a pencil, an eraser and a note book to take their children to school, every successive regime branded the people of Tiwi as lazy, given to excessive leisure and not willing to get education.
Until Asante Tiwi Charitable Trust landed in Tiwi more than 19 years ago and took the children of Tiwi to school , and proved these notions wrong. To date, there are sons and daughters of Tiwi who graduated and others are waiting to graduate, proving that it was poverty and not laziness that robbed them of the opportunities a good education gives in life.
Today, ravaged by the effects of a global pandemic that has not landed here, its socio-economic effects have killed Tiwi’s main economic Activity-Tourism, letting again poverty to rear its ugly head against the people of Tiwi.
Again, Asante have come to the help of the people of Tiwi by giving food help to them.
I have taken photos documenting every food help exercise from March. At first looking at the eyes of the people, there was a glimmer and a light in their faces. Today, the pandemic end not in sight, one asks, what will happen to the people of Tiwi…I look through the lens into the eyes of the people and I take photographs… and the answer jumps out of the photos….they have given up the hope to live.

Der Blick durch das Auge der Kamera

Durch Mangel und Armut unterdrückt, ohne Geld um überhaupt ein paar Shorts, ein Shirt, einen Stift, einen Radiergummi und ein Heft zu kaufen um ihre Kinder zur Schule zu schicken, hat jede aufeinander folgende Regierung die Menschen in Tiwi als faul gebrandmarkt und impliziert, dass dies das Ergebnis von exzessiver Muße und Ablehnung von Bildung ist.
Dies war so, bis Asante e.V. vor mehr als 19 Jahren in Tiwi landete, die Kinder von Tiwi in die Schule gebacht hat und diese Auffassung widerlegt hat. Heute haben die Söhne und Töchter aus Tiwi die Schule beendet oder bereiten sich darauf vor und beweisen damit, dass es Armut und nicht Faulheit war, die sie der Chancen auf die Möglichkeiten beraubt hat, die eine gute Ausbildung dem Leben gibt.
Verwüstet durch die Auswirkungen einer globalen Pandemie, die hier nicht angekommen ist, töten deren sozio-ökonomischen Effekte heute Tiwis wichtigsten Wirtschaftsfaktor – den Tourismus. Erneut baut die Armut ihr hässliches Gesicht auf gegen die Menschen in Tiwi.
Erneut ist Asante da, den Menschen aus Tiwi zu helfen, indem sie ihnen Lebensmittelhilfe gibt.
Ich habe seit März Fotos gemacht, um jede Lebensmittelausgabe zu dokumentieren. Anfangs war im Blick der Menschen noch ein Leuchten und in ihrem Gesicht ein Licht. Heute fragt sich der Mensch angesichts einer nicht endenden Pandemie, was mit den Menschen aus Tiwi geschehen wird… Ich sehe durch das Auge der Kamera in die Augen der Menschen und mache Fotos… und die Antwort springt mir aus jedem Foto entgegen… sie haben die Hoffnung auf Leben aufgegeben.


Liebe Mitglieder, liebe Pateneltern, liebe Freunde und Förderer,

dieser Asante Newsletter wurde zu einem Stimmungsbericht einiger unserer Asante e.V. Mitarbeitenden in Tiwi/ Kenia. Sie tragen nun die ganze Verantwortung. Sie meistern ihre Aufgaben mit Hingabe und mit Ehrlichkeit. Letzteres ist schwer durchzuhalten, zu viele Bewohner Tiwis und auch Ukundas versuchen mit letzter Kraft, in diese Nothilfe aufgenommen zu werden. Unsere Mitarbeiter in Kenia sind dankbar und stolz darauf, dass Asante e.V. als einzige Organisation weit und breit den Hunger der Kinder, ihrer Famiien, den Hunger der Mütter mit ihren Babys, den Hunger von schwerstkranken Kindern, den Hunger vieler notleidenden Menschen in Tiwi mildert.

Und so, wie unsere kenianischen Mitarbeiter dankbar und stolz sind für die Hilfe, die sie ihren Menschen geben dürfen, so sind wir Mitarbeiter in Deutschland dankbar und stolz.
Sie, liebe Freunde, helfen Ihre Patenkinder und Tausenden von Menschen. Die Bevölkerung ist in extreme Armut gerutscht. Mit Hilfe des Asante e.V. verhindern Sie, wir, noch schlimmeres.

Mit herzlichen dankbaren Grüßen,
Christine Rottland


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